Constantin Freitag

Methoden

In meiner Wissenschaftsvorstellung spielen Methoden eine herausragende Rolle. Sie sind der Schlüssel zu verwertbaren Ergebnissen, helfen Fehler zu minimieren und viel Arbeit zu ersparen.

Hier finden sich in einigen Kategorien, die mich interessieren, Weblinks und Materialien, die vielleicht dem einen oder der anderen von Nutzen sein können. Oftmals hat es mich viel Zeit gekostet die beschriebenen Sachverhalte verstehen und anwenden zu können. Ich hoffe euch eine Abkürzung zu ermöglichen.

Textverarbeitung

Bei der Textverarbeitung gibt es drei große Fragen, die man adressieren sollte, das Was, das Wie und das Womit. Vor allem die ersten beiden Fragen hängen stark zusammen.

Was: Diese Frage betrifft den Inhalt. Uns ist intuitiv natürlich klar das unterschiedliche Textsorten unterschiedlich strukturiert werden, z.B. ein Bewerbungsschreiben vs. eine SMS. Doch nicht alle Textsorten sind öffentlich zugänglich. So ist der Stil eines Zeitschriftenartikels erkenntlich, da er ja in der Zeitschrift veröffentlicht wurde. Anders ist das zum Beispiel mit Konferenz-Abstracts, Bewerbungsschreiben, Forschungsvorhaben, Motivationsschreiben, Empfehlungsschreiben, Arbeitszeugnissen. Diese Dokumente sind meist nur einem begrenzten Personenkreis zugänglich.

Wie: Heutzutage ist ja jeder sein eigener Schriftsetzer. So Jedoch birgt nicht nur das Textproduzieren sondern auch das Textgestalten viele Probleme. Nicht von ungefähr gab und gibt es immer noch spezielle Berufsgruppen, die sich dieser Aufgabe widmen. Unser Ziel soll nicht sein alle Aufgaben professionell zu lösen, aber immerhin können wir grundlegende Erkenntnisse in unsere Textgestaltung einfließen lassen und unsere Auffassungsgabe für Textgestaltung schärfen. Außerdem kennt man das Problem, dass in manchen Texten oder Editoren manche Zeichen nicht oder nur falsch dargestellt werden. Das hat meist mit der zugrundeliegenden Zeichenkodierung (UTF-8, ASCII, etc.) zu tun. Auch wenn diese Sachverhalte etwas kompliziert sind lohnt es sich, sich damit zu beschäftigen.

Womit: Die Masse der Computerbenutzer wird einen Wortprozessor wie MS Word oder Open Office/Libre Office Writer nutzen um Texte zu erstellen. Letzterer hat immerhin den Vorteil, dass er frei erhältlich ist. Die Wahl für sauber gesetzte wissenschaftliche Dokumente sollte jedoch LaTeX sein. Hier kann man leicht konzeptionelle Streits anzetteln. Das möchte ich vermeiden und nur darlegen warum ich der Meinung bin, dass LaTeX das Mittel der Wahl ist und die Vorteile auflisten.

Informationspräsentation

Nicht jede Graphik ist gut zu verstehen. So wie man in Texten lange um den heißen Brei herumreden kann, kann man die wichtige Information in Plots durch ungeeignete oder fehlende graphische Mittel verschleiern. Da sich aber schon viele Leute mit Prinzipien guter Darstellung beschäftigt haben besteht keine Notwendigkeit all diese Regeln in Jahrelangem Try-and-Error neu zu erfinden. Denn schöne Graphiken freuen nicht nur den Leser, sondern auch den Autor.

    Weblinks:
  • avml-meeting.com ist die Seite der Initiative Advances in Visual Methods for Linguistics. Hier kann man Videoaufnahmen der Vorträge der vergangenen Konferenzen ansehen, die mehrere linguistische Disziplinen behandeln (Phonetik, Diskursanalyse, Morphologie, etc.)
Statistik

Auf dem Gebiet der Statistik bin ich, wie viele andere, auch nur ein wissbegieriger Laie. Nichtsdestotrotz habe ich ein paar Quellen gesammelt um dem einen oder anderen den Weg zum Verständnis ein wenig zu erleichtern.

Natürlich gibt es mehrere Softwarelösungen um statistische Auswertungen vorzunehmen, wie Tabellenkalkulatoren (Excel) und proprietäre Lösungen (SPSS). Großer Beliebtheit erfreut sich berechtigterweise das Softwareprojekt R, das eine Reihe von Vorteilen bietet:

    Weblinks:
  • bodowinter.com. Bodo Winter stellt auf seiner Homepage klar formulierte Statistiktutorien zur Verfügung.
  • www.statisticshell.com. Auf seiner liebevoll gestalteten Seite präsentiert Andy Field Vorlesungsmitschnitte und Handouts zu statistischen Themengebieten. Wer seinen Humor teilt, wird die Beiträge genießen. Ich finde auch sein Buch sehr hilfreich.
Programmieren

Die Überraschung: Programmieren ist großartig!
Es stimmt, viele Leute denken das Gegenteil, nämlich dass es dröge und kompliziert ist, irrsinnig viel Zeit verbraucht und letztlich gar nicht viel bringt. Aber Vorsicht das stimmt nicht. Das (Berufs-) Leben wird um vieles einfacher, wenn man den Computer die stupiden, einfachen und sich oft wiederholenden Aufgaben erledigen lässt. Darin ist er nämlich ein Profi. Dein Vorteil: weniger Fehler und mehr Zeit für kreative Aufgaben.

Ein Problem für Einsteiger ist sicher, dass viele Einführungen in Skriptsprachen nicht für totale Laien geschrieben sind. skriptefuernormalos.wordpress.com ist ein Blog von mir, auf dem ich bei Gelegenheit kleine, nützliche Skripte poste, um zu zeigen wie einfach und nützlich diese kleinen Dinger sein können. Vielleicht kannst du ja eins davon gebrauchen. Auch hier gilt, ich bin kein Profi und das muss man auch nicht sein.

    Weblinks:
  • grymoire.com. Auf der Seite von Bruce Barnett gibt es allerlei Zaubersprüche für Programmierbegeisterte. Herausragend sind seine leicht verständlichen Tutorials, z.B. zu regulären Ausdrücken und Unix Shell Programmen wie sed (Stream EDitor) sowie das Quotieren in der Shell.
  • nltk.org/book/. Wenn du an automatisierter Textverarbeitung mit Python interessiert bist, kannst du hier kostenlos auf das Buch Natural Language Processing with Python - Analyzing Text with the Natural Language Toolkit zugreifen.